Lange war er unter einem Schutzdach verborgen – nun zeigt sich der Pavillon im Schlosspark Molsdorf wieder. Die Sanierung des historischen Holzbaus ist weit vorangeschritten und lässt bereits erahnen, wie das Gebäude künftig den Schlosspark bereichern wird.
Wer derzeit durch den Schlosspark Molsdorf spaziert, kann ihn wieder in seiner ganzen Gestalt entdecken: Der Pavillon ist nach langer Bauzeit unter einem Schutzdach wieder sichtbar. Damit ist ein wichtiger Meilenstein bei der Sanierung des historischen Gebäudes erreicht.
Die Arbeiten am Pavillon und seinem Umfeld im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms I (SIP I) sind inzwischen weit fortgeschritten. Aktuell läuft der Innenausbau. Ab Mitte September rückt dann auch der Außenbereich wieder verstärkt in den Mittelpunkt der Arbeiten.
Vom Gärtnerwohnhaus zum beliebten Café
Der Pavillon hat in seiner Geschichte bereits einige Veränderungen erlebt. Ursprünglich wurde der Holzbau als Gärtnerwohnhaus errichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts ließ Schlossbesitzerin Maria von Gneisenau das Gebäude zu einer Garage umbauen.
Eine ganz andere Nutzung folgte ab 1970: Der Pavillon wurde zum Café und entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt im Schlosspark – als charmante Ergänzung zur Schlossgaststätte. Mit dem Leerstand ab 1990 verstummte das Leben im Gebäude jedoch für viele Jahre.
Ein historischer Ort bekommt eine neue Zukunft
Nun wird der Pavillon wiederbelebt. Die Stiftung widmet sich der denkmalgerechten Sanierung und schafft damit die Voraussetzungen für eine neue Nutzung des historischen Gebäudes.
Voraussichtlich ab Juni 2027 soll der Pavillon für Feierlichkeiten zur Verfügung stehen. So wird aus einem lange ungenutzten Gebäude wieder ein lebendiger Ort im Schlosspark
– und ein weiteres Stück Molsdorfer Geschichte erhält eine Zukunft.
Rekonstruktion: ARGE NAUMANN WASSERKAMPF & ALEXANDER POETZSCH ARCHITEKTEN
Fotos: Michael Schönau @ mona
