In Molsdorf wird die Abwasserleitung als Hauptsammler, erneuert.

In diesem Zusammenhang wird die Hauptverkehrsstraße, die Graf-Gotter-Straße, grundhaft saniert. Dies ermöglicht der Stadt Erfurt den Anwohnern die Kosten für die Baumaßnahme teilweise in Rechnung zu stellen. Die Hauptverkehrsstraße wir von vielen als Durchfahrtsstraße zum Schloss Molsdorf, zum Gewerbegebiet Thörey oder zur Autobahn intensiv genutzt, diese werden nicht an den Kosten beteiligt.

 

In den Bürgerversammlungen wollten die Vertreter der Stadt Erfurt bisher den Anwohnern keine Angabe zu möglichen Höhe der Kostenbeteiligung (Straßenausbaubeiträge) machen, vermutlich um massive Widerstände zu vermeiden. Auch gibt es noch keine klare Aussage welchen prozentualen Anteil vom Bürger zu leisten ist (Anteil der Beitragspflichtigen). Es bestehen zum Projekt Kostenermittlungen und Angebote, auf deren Basis die Auftragserteilung erfolgte, somit sind Kosten bekannt. Auch der Verteilungsschlüssel ist den Mitarbeitern der Stadt Erfurt bekannt. Dennoch wurden den Bürgerinnen und Bürgern bisher keine Angaben zur Kostenbeteiligung benannt. Einzig die Aussage „Die Molsdorfer bekommen eine hübsche Straße und Gehwege.“ Ob jeder Grundstückseigentümer mit einer Rechnung von mindestens 30.000 Euro rechnen muss, bleibt daher ungewiss.

Für die bisherigen Sanierungen der Abwasserleitung wurden noch keine Straßenausbaubeiträge erhoben, auch weil bisher darauf geachtet wurde, dass dies keine grundhaften Ausbauten waren.
Die Straßenausbaubeiträge sind seit Jahren ein Streitthema in Thüringen. Derzeit können sie von den Kommunen sogar bis zu 20 Jahre rückwirkend erhoben werden. Es gibt Initiativen diese unsolidarischen Beiträge abzuschaffen, eventuell ab 2019. Artikel TA  weiterer Artikel

In der Straße wurden in den letzten Jahren die meisten Versorgungsleitungen in die Erde verlegt, einzig die Telefonleitungen der Telekom nicht. Hier stehen Holzmaste mit mehreren Freileitungen und Klemmkästen an den Holzmasten. Diese verunstalten das Ortsbild und stellen vermutlich eine Gefahr hinsichtlich der Versorgungssicherheit dar. Obwohl umfangreiche Schachtarbeiten durchgeführt werden gelingt es den Vertretern der Stadtverwaltung Erfurt nicht, die Telekom zu bewegen, die Leitungen ebenfalls in die Erde zu verlegen. Daher werden dann zwar Straße und Gehwege neu gebaut, aber die unschönen Holzmaste mit den Freileitungen verbleiben. Eventuell werden dann später die Gehwege wieder ausgeschachtet und dann die Leitungen in die Erde verlegt.

Trotz intensiver Nachfragen bei der Stadt Erfurt und der Telekom gab es hierzu bisher keine Stellungnahmen.